Autor: Rafał Predko

Welches Teleskop für Planetenbeobachtung? Worauf müssen Sie achten?

Beginnen Sie Ihr Abenteuer mit Himmelsbeobachtung, sollten Sie entsprechende Ausrüstung im Voraus erwerben. Welches Teleskop eignet sich am besten, um die Schönheit des Sternenhimmels beobachten zu können? Worauf sollte man vor dem Kauf achten und was sollte man über Teleskope eigentlich wissen? Diese Fragen beantworten wir in diesem Ratgeber.

Welche Teleskoparten gibt es eigentlich?

Beginnen wir mit der häufigsten Arten der Teleskope. Es gibt zwei grundlegende Produktgruppen, die erwähnt werden müssen – Linsenteleskope (Refraktoren) und Spiegelteleskope (Reflektoren). Sie unterscheiden sich nach Struktur, Funktionsprinzip und Anwendung. Steht man vor der Kaufentscheidung eines solchen Gerätes, stellt das Wissen über die verschiedenen Arten von Teleskopen den wichtigsten Aspekt dar.

Katadioptrische Teleskope stellen die dritte Art dar, die die Eigenschaften von Linsen- und Spiegelteleskopen kombinieren.

Linsenteleskope (Refraktoren)

Linsenteleskope, d.h. Refraktoren, verfügen über ein Linsensystem, einschließlich einer Fokussierlinse, die das durch sie scheinende Licht durch Richtungsänderung zu einem konzentrierten Strahl fokussiert und zu der Linse übermittelt, durch die der Beobachter blickt. Man kann also sagen, dass das Funktionsprinzip sowie der Aufbau einem Spektiv ähnelt. Solche Teleskope verfügen auch über eine Rohrstruktur.

Zu den Vorteilen von Refraktoren zählen die gute Auflösung sowie der hohe Kontrast und die hohe Bildhelligkeit. Die Nachteile sind das hohe Gewicht größerer Teleskope (entsteht dadurch, dass sie mit schwereren Objektiven ausgestattet sind) sowie die sogenannten chromatischen und sphärischen Aberrationen (erstere beinhalten die Beugung von Licht und Bildverzerrung, während letztere dazu führen, dass das Licht in mehr als einem Punkt fokussiert wird). Sowohl chromatische als auch sphärische Aberrationen können mit achromatischen, apochromatischen oder asphärischen Linsensystemen korrigiert werden.

Spiegelteleskope (Reflektoren)

Spiegelteleskope (Reflektoren) stellen die zweite wichtige Geräteart dar. Was das Design angeht, kann man zwischen Cassegrin und Newton unterscheiden. Bei Newton-Reflektoren befindet sich ein gebogener Spiegel am unteren Ende der Röhre, der das Licht bündelt und auf einen flachen, sich näher am Auslass befindenden Spiegel reflektiert. Das Licht gelangt von diesem Spiegel zum Okular und liefert das Endbild für das Auge des Beobachters.

Die Cassegrin-Struktur zeichnet sich durch einen konvexen Spiegel und ein Okular auf der Rückseite der Struktur aus (wie bei Refraktoren). Die Spiegel solcher Teleskope zeichnen sich durch ein Loch in der Mitte des Objektivs aus. Cassegrin-Beobachtungsgeräte bieten eine reduzierte Bildhelligkeit, wodurch sie perfekt für die Beobachtung der Sonne oder des Monds geeignet sind.

Newton-Reflektoren weisen eine einfachere Struktur aus als Cassegrin-Teleskope. Allerdings sind sie größer. Aufgrund der technischen Eigenschaften solcher Teleskope ist es möglich, eine hohe Bildhelligkeit zu erhalten. Somit sind sie perfekt für die Beobachtung dunkler Objekte geeignet.

Allerdings sollte man die Nachteile von Spiegelteleskopen nicht vergessen. Die größte davon ist die Koma, die eine Art sphärische Aberration darstellt. Koma macht sich dadurch erkennbar, dass das beobachtete Objekt sich in ein V-förmiges oder kometenartiges Aufflackern verwandelt. Dieser Nachteil kann mit sphärischen Linsen beseitigt werden. Kommen wir nun zur dritten Geräteart.


Teleskop – Ø 76 mm

Teleskop – Ø 76 mm

Teleskop – Ø 114 mm
Teleskop5×245×245×24
Brennweite700 mm900 mm1000 mm
TeleskoptypNewton-ReflektorNewton-ReflektorNewton-Reflektor
Durchmesser Objektiv76 mm76 mm114 mm
Auflösungsvermögen912,84,4
Max. nützliche Vergrößerung120152228
Höhenverstellbares Tripod-Stativ755-1190 mm770-1300 mm900-1390 mm

Hybridteleskope – katadioptrische Teleskope

Katadioptrische Teleskope haben sowohl Linsen als auch Spiegel. Dadurch verkürzt sich der Lichtweg innerhalb der Röhre. Das vom Auge beobachtete Bild wird frei von jeglichen Aberrationen, einschließlich Koma, während ein großes Sichtfeld beibehalten wird.

Hybrid-Teleskope zeichnen sich durch hohe Funktionalität aus. Dahinter verbirgt sich ihre Konstruktion, die aus Spiegeln und Linsen besteht. Die Verwendung beider Teilen stellt die neueste Technik im Teleskopbau dar. Dies ist natürlich mit höheren Kosten verbunden. Kat

Was ist bei der Auswahl eines Teleskops zu beachten?

Einige Aspekte müssen im Voraus berücksichtigt werden, bevor Sie sich für das richtige Teleskop entscheiden. Bei der Auswahl eines Teleskops  stellen die Größe oder die Struktur nicht die einzigen wichtigsten Aspekte dar. Beim Durchstöbern verschiedener Angebote findet man Modelle mit einem bestimmten Verwendungszweck. Daher sind sie keine Universalprodukte und müssen gut an die Vorlieben des Benutzers angepasst werden.

Zuerst sollte bestimmt werden, für wen das Teleskop eigentlich gekauft wird. Dabei kann sowohl das Erfahrungsniveau als auch das Alter von Bedeutung sein. Teleskope für Kinder sehen anders aus als Teleskope für Erwachsene. Geräte, die für Anfänger entwickelt wurden, sollten viel intuitiver zu bedienen sein und die beste Bildqualität bieten. Fortgeschrittenere Himmelsbeobachter werden von Teleskopen mit komplexeren optischen Strukturen profitieren.

Als nächstes lohnt es sich, „Beobachtungsziele” zu setzen. Neben der Sterne am Nachthimmel können auch Landschaften beobachtet werden. Die Geräte, mit denen Sie den Himmel beobachten können, sind völlig anders aufgebaut, werden mit anderen Funktionen ausgestattet und verfügen über andere Parameter. Aus den gleichen Gründen lohnt es sich auch zu entscheiden, ob Sie das Teleskop für die Beobachtung des Monds sowie der Sonne erwerben möchten.

Teleskop – Ø 60 mm – 900 mm – Tripod-Stativ

  • Reichweite – 60 mm Blende, 900 mm Brennweite und f/15 Öffnungsverhältnis
  • Vielseitig – universelle Refraktor-Linse
  • Praktisch – Zenitspiegel: 90°
  • Zubehör – Standard-Okulare mit Ø 1,25”
  • Stabil – Aluminium-Stativ mit Kontrollstange für langsame und präzise vertikale Bewegungen des Teleskops

Der Beobachtungsort spielt hier auch eine wichtige Rolle. Bei städtischen Gebieten stellen Refraktoren die beste Lösung dar. Sie bieten den größten Bildkontrast. Ein hochwertiges Refraktor-Teleskop mit einem Linsendurchmesser von 100 mm ermöglicht die freie Beobachtung des Mondes. Teleskope, die bei Vorstadtgebieten eingesetzt werden, erfüllen ganz andere Anforderungen.

Es ist jetzt an der Zeit, zum letzten Punkt zu kommen, nämlich die Mobilität des Gerätes. Große und schwere Teleskope werden für junge Astronomie-Enthusiasten nicht empfohlen. Bei häufiger Änderung des Beobachtungsortes erweisen sich solche Geräte als sehr lästig.

Was sind die wichtigsten Parameter von Teleskopen?

Bevor Sie sich für ein bestimmtes Modell entscheiden, müssen Sie unbedingt die wichtigsten Parameter im Voraus analysieren. Es gibt genau sechs davon, auf deren Basis Sie den Funktionsumfang sowie die Tatsache feststellen können, ob sie Ihren Anforderungen eigentlich entsprechen.

Die ersten beiden Parameter sind der Durchmesser und die Brennweite der Linse/des Spiegels. Je größer der Durchmesser, desto klarer und heller ist das bei der Beobachtung erhaltene Bild. Je größer der Durchmesser, desto mehr Licht kann das Teleskop sammeln. Die Brennweite gibt den Abstand vom Objektiv oder Spiegel zum Fokus an. Die Brennweite spielt also eine wichtige Rolle in Bezug auf die Länge des Teleskops.

Die nächsten Parameter sind die Brennweite des Okulars und der Durchmesser der Haube. Das Okular stellt das Element dar, durch das man beobachten kann (das Bild kann durch einen Spiegel oder eine Linse gelenkt werden). Der Brennweitenbereich ist für die Bildvergrößerung und das Sehfeld verantwortlich. Je kleiner die Brennweite, desto näher und schmaler ist das Sehfeld. Der Durchmesser des Okulars ist bei der Auswahl von Wechselokularen oder anderem Zubehör sehr wichtig.

Der fünfte Parameter ist der Vergrößerungsfaktor. Sein Wert ergibt sich durch Multiplikation der Brennweiten des Objektivs sowie des Okulars. Als angemessenes Verhältnis wird nicht mehr als das Doppelte des Durchmessers angesehen. Ein zu hoher Vergrößerungsfaktor führt zu einer schlechten Bildqualität und einem zu hellen Bild.

Der richtige Sucher stellt den letzten wichtigen Aspekt dar. Dieses kleine Zielfernrohr dient als Visier, mit dem Sie zunächst einen Beobachtungspunkt oder einen Beobachtungsbereich erfassen können. Der Sucher vereinfacht die Bedienung des Teleskops erheblich, daher lohnt es sich, in dieses Zubehörteil zu investieren. Was die Zoom-Funktion angeht, können Sucher 12-fach (oder mehr) vergrößern.

Welches Teleskop sollen Sie erwerben – Zusammenfassung

Bei der Auswahl eines Teleskops muss man einige grundlegende Aspekte berücksichtigen, die nicht nur die Struktur und die Geräteparameter betreffen. Hier muss die Frage gestellt werden, wer, wie und wo die Beobachtungen durchführt. Dabei sind sowohl die Größe, das Gewicht als auch die Bildschärfe unter bestimmten Bedingungen (z.B. hohe externe Beleuchtungsstärke) wichtig.

Einfache Modelle werden für Anfänger im Bereich Himmelsbeobachtung empfohlen. Bei der Auswahl eines Teleskops sollten jedoch die Grundparameter immer in Betracht gezogen werden.