Autor: Wojciech Kaczałek

Welches Schweißgerät soll von einem Anfänger gewählt werden?

Egal, ob es um das Reparieren eines Zauns oder eines Gartentischs geht – es gibt ein breites Spektrum von Verwendungsmöglichkeiten von Schweißgeräten, die auch zuhause verwendet werden können. Welches Modell eignet sich am besten für alltägliche, einfache Aufgaben? Welches Schweißgerät eignet sich am besten für Anfänger?

Wie wird ein Schweißgerät gebaut?

Wenn Sie die ersten Schritte in der Schweißwelt unternehmen oder keine Erfahrung haben, ist es eine gute Idee, sich über den Aufbau und die Verwendungsmethoden von Schweißgeräten zu informieren. Mit Hilfe von zusätzlichen Informationen können Sie schneller entscheiden, welche Geräteart Sie zu Beginn kaufen sollen.

Wie wird ein Schweißgerät gebaut? Die einzelnen Gerätetypen unterscheiden sich in der Funktionsweise, weisen jedoch viele Gemeinsamkeiten auf. Ein Schweißgerät kann aus folgenden Elementen bestehen:

  • Netzteil – eine Schlüsselkomponente, die für den Betrieb des Geräts verantwortlich ist,
  • Steuergerät – wie der Name schon sagt, ist es für die Betriebssteuerung verantwortlich
  • Befestigungskabel für die Elektrode,
  • Erdungskabel mit einer Klemme,
  • Kühlsystem – Überhitzungsschutz des Schweißgerätes,

Was ist das beste Schweißgerät für Anfänger?

Welches Schweißgerät soll man am Anfang wählen? Hier hat man drei Möglichkeiten:

  • MIG/MAG-Schweißgeräte – Das Schweißen erfolgt unter Verwendung einer mit Inert- oder Aktivgasen abgeschirmten Verbrauchselektrode.
  • Inverter-Schweißgeräte – wobei die beschichtete Elektrode beim Schweißprozess verbraucht wird,
  • WIG-Schweißgeräte – bei dieser Geräteart wird eine nicht verbrauchbare Elektrode unter Einsatz von Schutzgasen verwendet.

Welches Schweißgerät eignet sich aber am besten für Anfänger? Zu den meist empfohlenen Gerätearten gehören MIG/MAG-Schweißgeräte.

Beim Schweißen mit solchen Geräten wird eine Elektrode in Form eines Drahtes verwendet. Während des Wärmebehandlungsprozesses wird die Drahtelektrode mit den zu schweißenden Metallteilen verbunden. So entsteht eine Schweißnaht.

Bei MIG/MAG-Schweißgeräten wird Schutzgas angewandt. Dank dessen wird das Schweißbad nicht oxidiert, was die Qualität, die Festigkeit der Schweißnaht sowie die Korrosionsbeständigkeit des Materials stark verbessert. Bei MIG-Schweißgeräten werden Inertgase wie Helium oder Argon verwendet. Dadurch kann man an Elementen aus Aluminium, Magnesium, Kupfer und anderen Nichteisenmetallen arbeiten.

Das MAG-Schweißen erfolgt unter dem Schutz von aktiven Gasen oder Gasmischungen wie Kohlendioxid und Argon. Dies ermöglicht das Schweißen von unlegierten, hochlegierten und niedriglegierten Stählen.

MIG/MAG-Schweißgeräte werden Anfängern aufgrund der relativ einfachen Bedienung empfohlen. Der Schweißprozess wird durch die Verwendung einer Abschmelzelektrode erleichtert, die nicht von außen zugeführt werden muss.

Die Vielseitigkeit eines MIG/MAG-Schweißgerätes stellt auch einer der Pluspunkte dar. Solche Geräte werden meistens in der Industrie eingesetzt, eignen sich aber auch für Heimanwendungen. Sie ermöglichen es Ihnen auch, dickere Metallelemente zu verbinden. Zu den Vorteilen gehören auch niedrige Kosten für Verbrauchsmaterialien.

Elektroden-Schweißgeräte werden ebenfalls Anfängern empfohlen. Bei diesem Gerätetyp entsteht die Schweißnaht beim Verbinden des Kerndrahtes und des zu schweißenden Materials. Die Abschirmung des Schweißlichtbogens entsteht durch das Schmelzen der Elektrodenbeschichtung. Das Gas fließt aus dem Flussmittel. Im Ergebnis wird kein Gasbehälter benötigt (wie z.B. bei einem typischen MIG-Schweißgerät). Nach Abschluss von Schweißarbeiten kann es erforderlich sein, die beim Schweißen entstehende Schlackenschicht zu entfernen.

Elektroden-Schweißgeräte sind eine bessere Lösung für Anfänger als MIG-Schweißgeräte, bei denen die Drahtvorschubgeschwindigkeit im Allgemeinen relativ hoch ist. Schweißarbeiten mit einem Elektroden-Schweißgerät erfordern eine leichtgängige Bedienung, werden jedoch relativ langsam durchgeführt. Ein solches Gerät ermöglicht die Erstellung eher technischer als präziser Schweißnähte (wie im Fall der MIG/MAG-Methode) und eignet sich gut zum Erlernen der Schweißgrundlagen. Mit einen Elektroden-Schweißgerät kann man ohne Probleme Edelstahl schweißen.

WIG-Schweißgeräte stellen die dritte Geräteart dar. Wie funktionieren WIG-Schweißgeräte? Das Schweißen erfolgt unter Schutz von Inertgasen durch das Erzeugen eines Lichtbogens mit Hilfe einer unschmelzbaren Elektrode. Oft wird ein zusätzliches Flussmittel in Form eines Stabes angewandt.

Mit WIG-Schweißgeräten können sehr dünne Elemente zusammenverbunden werden. Die Schweißnähte sind in der Regel sehr dauerhaft. WIG-Schweißgeräte werden jedoch nicht für Anfänger empfohlen. Die Funktionsweise solcher Geräte ist ziemlich schwerer zu beherrschen. Bevor Sie mit den Schweißarbeiten mit Hilfe von einem WIG-Schweißgerät beginnen, sollten Sie die Funktionsgrundlagen von Inverter- oder MIG/MAG-Schweißgeräten beherrschen.

Was für ein Schweißgerät soll man für den Heimgebrauch kaufen?

Überprüfen Sie im Voraus, welche elektrische Anlage sich in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus befindet. Schweißgeräte werden in einphasigen für 230-V-Anlagen oder dreiphasigen für 400-V-Anlagen unterteilt.

Dreiphasige Stromversorgung wird in Wohnungen verwendet, in denen der Bedarf an elektrischen Geräten relativ groß ist. Verfügt Ihre Wohnung über ein Induktionskochfeld oder eine elektrische Heizung, ist sie hochwahrscheinlich auch mit einer 400-V-Anlage ausgestattet.

In der Schweißwelt gibt es verschiedene Schweißgerätemodelle, die zwischen 230-V- und 400-V-Spannungsphasen leicht umschalten können. Welches Schweißgerät soll man aber für den Heimgebrauch erwerben? Ein einphasiges, mit einem 230-V-Stromversorgung funktionierendes Modell ist hier völlig ausreichend. Sie können es problemlos an jede Steckdose anschließen.

230-V-Schweißgeräte verfügen normalerweise über eine Stromstärke im Bereich von 150 bis 250 A. Was bedeutet dieser Parameter? Dies ist nichts anderes als der Wert der Schweißstromstärke. Je höher dieser Wert ist, desto mehr Anwendungsmöglichkeiten bietet das Gerät. Bei höheren Schweißstromwerten können dickere Elemente problemlos zusammengeschweißt werden. Schweißgeräte für den Heimgebrauch weisen oft einen Schweißstromstärke von bis zu 200 A auf. Für Heimwerker ist dies völlig ausreichend.

Das Tastverhältnis spielt hier auch eine wichtige Rolle. Es stellt den Prozentsatz der Zeit dar, ber der man kontinuierlich schweißen kann. Weist ein Schweißgerät ein Tastverhältnis von 60 Prozent auf, bedeutet dies, dass Sie das Gerät nach 6 Minuten eines kontinuierlichen Betriebs für 4 Minuten abkühlen lassen müssen. Was für ein Schweißgerät bräuchte man für den Heimgebrauch? Selbst bei niedrigeren Tastverhältnissen von 15 bis 40% können Sie grundlegende Reparaturen durchführen. Anfänger brauchen Schweißgeräte nicht, die ein Tastverhältnis von 60% aufweisen. Solche Geräte sollten bei professionelleren Anwendungen eingesetzt werden.

Bei der Auswahl eines Schweißgerätes für Anfänger soll auch die Gerätegröße in Betracht gezogen werden. Ein tragbares Schweißgerät stellt hier die beste Wahl dar. Es weist relativ kleine Abmessungen auf, was bedeutet, dass es leicht zu lagern ist. Dafür benötigt man auch keinen Wagen, um ihn zu transportieren.

Welcher MIG/MAG-Schweißgerät eignet sich am besten für Anfänger?

Welches MIG/MAG-Schweißgerät sollen Sie erwerben? Neben den oben genannten Parametern wie Schweißstromwert, dem Versorgungsgerät oder den Abmessungen sind auch andere Faktoren wichtig.

Bei MIG/MAG-Schweißmethoden ist das Drahtvorschubgerät sehr wichtig. Wenn Sie ein Anfänger sind, wählen Sie ein Modell mit einem eingebautem Feeder, dessen Preis möglicherweise höher ist als der Schweißgerät selbst. Der interne Drahtvorschub sollte vorzugsweise über eine einstellbare Vorschubgeschwindigkeit und einen Schutzgasanschluss verfügen.

Sie sollten auch nach Geräten suchen, deren Einstellungen Sie auch mit Handschuhen leicht ändern können. Dies erhöht die Arbeitssicherheit. Aus ähnlichen Gründen ist es eine gute Idee, auf ein Gerät mit einer Überlastungsanzeige zu setzen. Dadurch werden Sie im Voraus wissen, wann Sie das Schweißgerät abkühlen lassen müssen.

Ein gutes MIG/MAG-Schweißgerät für Anfänger ermöglicht auch die Fülldraht-Lichtbogenschweißenmethode (Eng. Flux-cored arc welding). Bei dieses Schweißverfahren wird ein spezieller Kerndraht verwendet, der auch als Flussmittelkerndraht bezeichnet wird.

Das in den Draht eingebrachte Flussmittel setzt das Schutzgas unter dem Einfluss von hohen Temperaturen frei. Warum ist dies wichtig bei der Auswahl eines Schweißgerätes für den Heimgebrauch? Auf diese Weise können Sie die Lagerung von Gasflaschen vermeiden.

Welches Inverter-Schweißgerät soll von einem Anfänger ausgewählt werden?  

Bevor man ein Inverter-Schweißgerät wählt, sollen die technische Angaben eines solchen Gerätes genauer angeschaut werden. Verfügt das Gerät über Bipolartransistoren mit einem isolierten IGBT-Schalter (Insulated Gate Bipolar Transistor), handelt es sich höchstwahrscheinlich um leichte und kurzschlusssichere Geräte.

Worauf sollten Sie bei der Auswahl eines Inverter-Schweißgeräts noch achten? Die Hot-Start-Funktion ist hier sehr hilfreich. Der Schweißstrom wird vorübergehend bei der Zündung des Lichtbogens erhöht. Dies erleichtert das Auslösen des Lichtbogens.

Die Arc-Force-Funktion wird ebenfalls von Vorteil sein. Diese Funktion steuert die Dynamik des Schweißlichtbogens. Dies führt zur Vermeidung von Kurzschlüssen sowie zur Schaffung besserer Schweißnähte.

Welches Schweißgerät soll ich wählen? Zusammenfassung

Welches Schweißgerät eignet sich am besten für Anfänger? Die sinnvollste Lösung für Anfänger ist die Wahl eines Elektroden-Schweißgerätes. Eine solche Geräteart erfordert keine Schutzgasflasche und ermöglicht es Ihnen, in gemächlichem Tempo zu arbeiten. Darüber hinaus sind Elektroden-Schweißgeräte relativ billig. Wenn Sie sich mit Schweißen auskennen, sollten Sie ein MIG/MAG-Schweißgerät erwerben, der vielseitiger ist und weitere Metallverarbeitungsmöglichkeiten bietet.