Autor: expondo expert

In 4 Schritten eine Fensterbank einbauen – innen und außen

Sie bietet Stauraum, hält Zugluft ab und ist Sitzplatz für den Stubentiger: Eine Fensterbank erfüllt viele Zwecke. Umso wichtiger, dass Sie sie richtig in Szene setzen. Wir verraten Ihnen, wie einfach Sie eine Fensterbank einbauen – ob innen oder außen.

Die Vorbereitung für das Einbauen

Sie möchten eine Fensterbank einbauen. Doch welches Material eignet sich am besten? Je nachdem, ob der Sims innen oder außen ist, empfiehlt sich ein anderer Werkstoff. So muss die Fensterbank außen witterungsfest und sehr robust sein. Nur so erfüllt sie ihren Zweck, Regenwasser von den Fensterdichtungen und der Hauswand abzuleiten. Zudem sollte das Material leicht zu reinigen und UV-beständig sein, damit es über Jahrzehnte hinweg als nützlicher Hingucker die Fassade schmückt. Fensterbänke für den Innenbereich erfüllen hingegen dekorative Zwecke. Hier sind Ihrer Kreativität kaum Grenzen gesetzt – vorausgesetzt, Sie sind handwerklich begabt.

Insgesamt gilt: Ob Sie eine Fensterbank außen einbauen oder innen nach Lust und Laune gestalten – beauftragen Sie im Zweifelsfall eine Fachkraft. Denn der Einbau birgt auch ein hohes Fehlerpotential. Gerade rund um den Fensterbankanschluss entstehen gerne Eintrittsstellen für Wasser. Auch ein Mix aus verschiedenen Baustoffen kann während des Einbaus und über die Jahre hinweg zu Rissen im Putz und undichten Stellen führen.

Fensterbank aus Naturstein

Hier eignet sich Granit sehr gut, denn er ist pflegeleicht und äußerst robust. Das unempfindliche Gestein verzaubert zudem durch seine natürliche Farbe.

„Feldstein, Quarz und Glimmer, die drei vergess‘ ich nimmer.“ Dieser Spruch beschreibt, woraus das hübsche Material besteht. Die groben Bestandteile ergeben einen harmonischen und natürlichen Look, wenn Sie eine Granit-Fensterbank einbauen. Das körnige Muster hat noch einen Vorteil: Schmutz, wie etwa Blumenerde oder Flecken, verschwindet optisch im Gesamtbild.

Fensterbank aus Holz

Holz wirkt warm, gemütlich und natürlich – ideal für den Innenbereich. Hier muss das Holz auch kein Massivholz sein. Es genügt eine Spanplatte, die mit einer hübschen Dekorschicht überzogen ist. Dadurch erhalten Sie eine sehr große Auswahl an Designs, wenn Sie Ihre Holz-Fensterbank einbauen. Der Vorteil: Das Material lässt sich leicht verarbeiten. Außerdem hat es ein geringes Gewicht, wodurch Sie die Bretter problemlos von A nach B bewegen.

Setzen Sie dennoch auf Echtholz, so finden Sie mit furnierten Fensterbänken Ihr Glück. Diese holen den eleganten Look teurer Hölzer ins Heim und sind dennoch erschwinglich und gut zu verarbeiten.

Fensterbank aus Aluminium

Fensterbänke aus Aluminium sind ideal für den Außenbereich geeignet. Sie wirken kühl, modern und aufgeräumt. Zudem sind sie sehr wetterbeständig und lassen sich leicht verarbeiten. Wer das Geräusch des prasselnden Regens mag, hat mit Aluminium das passende Material gefunden. Um den Geräuschpegel zu reduzieren, gibt es Anti-Dröhn-Beschichtungen.

So montiert man eine Fensterbank

Haben Sie sich für ein Material entschieden? Dann kann’s losgehen.
Bevor Sie Ihr Fensterbrett einbauen, sollten Sie alle benötigten Arbeitsmaterialien und Werkzeuge notieren. Wenn Sie Ihre Fensterbank selbst schneiden, empfiehlt sich ein Winkelschleifer. Mit diesem schneiden, entgraten und polieren Sie. Oder Sie schleifen den Untergrund glatt, beispielsweise, wenn Sie eine neue Fensterbank auf eine alte kleben. Des Weiteren benötigen Sie Montageschaum, um den Sims sicher und dicht anzubringen. Acryl zum Abdichten bringen Sie am besten mit einer Kartuschenpresse auf.

Achten Sie auch auf einen entsprechenden Arbeitsschutz. Dazu gehören unter anderem eine Schutzbrille, Schutzhandschuhe sowie festes Schuhwerk und Gehörschutz.

Fensterbank innen einbauen

In nur wenigen Schritten montieren Sie Ihre Fensterbank selbst. Stellen Sie sicher, dass alle Arbeitsutensilien bereitliegen.

Schritt 1: Messen und Material schneiden

Wie breit und wie tief soll die Fensterbank sein? Messen Sie die Nische genau aus, um das Mauerwerk beziehungsweise die Wand unter dem Fenster vollständig abzudecken. Anschließend addieren Sie den Abstand, der über die Wand hinausragen soll.

Die Tiefe der Fensterbank hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab:
• Stärke der Wand
• Position des Fensters in der Wand
• persönliche Vorlieben

An dünnen Wänden bleibt Ihnen nur wenig Platz, um eine dekorative Fensterbank einzubauen. Mit einer zusätzlichen Verkleidung schaffen Sie in diesem Fall den Eindruck von Tiefe.
Bei massiven Hauswänden sind die Fenster zumeist so versetzt, dass außen und innen mehrere Zentimeter Platz für einen Sims bleiben.
Bei den meisten Fenstern ragt das Fensterbrett etwa 3 – 5 cm über die Wand hinaus. Nutzen Sie diesen Richtwert als Startpunkt und passen Sie die Maße nach Ihren Vorlieben an. Achten Sie darauf, dass Bank und Fenster zusammenpassen und das Gesamtbild stimmig ist.

Schritt 2: Fläche ebnen und reinigen

Der Untergrund, auf dem Sie die Fensterbank innen einbauen, muss staubfrei, glatt und waagerecht sein. Nur so erhalten Sie ein wackelfreies und dicht abschließendes Fensterbrett. Risse oder Löcher bessern Sie mit Füllmasse, die zu Ihrem Untergrund passt, aus. Schleifen Sie Dellen so weit herunter, dass eine glatte und gleichmäßige Fläche entsteht.

Schritt 3: Fensterbank montieren

Nun tragen Sie den Montagekleber auf dem Untergrund auf. Arbeiten Sie rasch, damit der Kleber nicht austrocknet. Ist die Bank aufgelegt und in der richtigen Position, beschweren Sie die Fensterbank gleichmäßig mit einem Gewicht. Stellen Sie mit einer Wasserwaage sicher, dass alles waagerecht aufliegt, sowohl in der Breite als auch in der Tiefe. Lassen Sie den Kleber mindestens 2 Stunden aushärten.

Schritt 4: Sauber verfugen

Im letzten Schritt sorgen Sie für einen dichten Abschluss der Baufuge. Nutzen Sie dazu Acryl und eine Kartuschenpresse. Ziehen Sie die Fuge in beherztem Tempo ab. Das sorgt für eine gleichmäßigen Auftrag. Dellen streichen Sie anschließend mit etwas Wasser und den Fingern oder einem Silikonschaber glatt.

Fensterbank außen einbauen

Wer eine Fensterbank außen einbauen möchte, sollte Erfahrung mit Dichtmitteln sowie verschiedenen Werkstoffen und deren Verhalten haben. Gegebenenfalls kommen noch Maurerarbeiten und damit Arbeitsgeräte wie Zementmischer oder Rührwerke, Keile und Abschlussplatten hinzu. Beim Anbringen der Fensterbank außen gehen Sie ähnlich wie innen vor – mit nur wenigen Abweichungen.

Abweichung zu Schritt 1: Messen und Material schneiden

Addieren Sie beim Außensims mindestens 5 cm Überstand hinzu, der über die Fassade hinausragt. Der Überstand hält verschmutztes Regenwasser von der Hauswand fern. Mit einer sogenannten Wassernase (auch Tropfkante genannt) leiten Sie die Feuchtigkeit noch besser ab, insbesondere wenn Sie eine Alu-Fensterbank montieren.

Abweichung zu Schritt 2: Fläche ebnen und reinigen

Damit Regen und Tauwasser sauber ablaufen, sollten Sie die Fensterbank außen leicht abschüssig anbringen. Eine Neigung von 5 – 8° genügt schon. Die Schräge erfüllt Ihren schützenden Zweck und fällt optisch kaum auf. Bringen Sie bei Bedarf Keile oder Holzklötzer auf dem Mauerwerk auf, um die Neigung zu erhalten. Entstehende Zwischenräume verschließen Sie. Alternativ zementieren Sie eine Abschlussplatte auf. Auf diese können Sie dann die Fensterbank kleben. Wenn Sie eine Naturstein-Fensterbank einbauen, sparen Sie sich diesen Schritt, indem Sie den Sims in fertiger Blockform besorgen. 

Abweichung zu Schritt 3: Fensterbank montieren

Hier spielt der dichte Abschluss eine große Rolle, um Feuchtigkeit im Mauerwerk zu verhindern. Dazu nutzen Sie Dichtungsprofile, die Sie bei Alu- oder Kunststoff-Fensterbänken seitlich anbringen.

Abweichung zu Schritt 4: Sauber verfugen

Wie beim Fensterbrett innen verfugen Sie auch hier zum Abschluss. Nutzen Sie einen Werkstoff mit Dehnungstoleranz, beispielsweise Silikon oder Polyurethanschaum.

Was bauen Sie als nächstes?

Haben Blumentöpfe, Bücher und die Katze ihren Platz auf der Fensterbank gefunden? Wunderbar! Dann auf zum nächsten Projekt. In unseren Inspirationen finden Sie viele einfache DIY-Anleitungen zum Nachbauen. Wir verraten Ihnen unter anderem, wie Sie einen Liegestuhl aus Paletten selber bauen und somit Ihre Terrasse günstig selbst verschönern. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern und Werkeln!